Der Höhepunkt: Monument Valley

Nachdem man die Steigung hinter Mexican Hat gemeistert hat, zeichnet sich bereits in der Ferne die Skyline von dem ab, was sich als Höhepunkt der Tour herausstellt. Die Anfahrt zum Monument Valley übertrifft meine schönste Vorstellung einer Radtour durch den Südwesten der USA: Ein langer Highway führt genau durch imposante Tafelberge hindurch. Dazu gibt’s blauen Himmel und Country-Musik vom lokalen Radiosender. Ich genieße die Fahrt auf der Traumstraße in vollen Zügen.

Je näher man dem Monument Valley kommt, um so mehr begreift man, warum für die Navajo-Indianer das Land heilig ist. Gigantische Tafelberge erheben sich in der Ebene des Tals. Roter Fels zeichnet sich vor dem blauen Himmel ab. Man glaubt, sich in einer perfekt gestalteten Filmkulisse zu bewegen. Viele Filmregisseure haben diese Landschaft als Kulisse für ihre Film gewählt. Einzig störend sind die relativ vielen Autos, die sich mit mir die staubige Piste durch den von den Navajos verwalteten Park teilen. Nur schwer finden sich abseits der Piste auch ruhige Orte, wo man die Landschaft in Ruhe und in vollen Zügen genießen kann.

Kilometerfressen bis Flagstaff

Die Landschaft vom Monument Valley bis Flagstaff hat Schwierigkeiten, mit den Highlights der letzten Tage seit Monticello mitzuhalten. So hat man auf den vielen Kilometern Zeit, das Gesehene zu verarbeiten. Bis Flagstaff stehen zwei lange Etappen auf dem Plan, die zudem mit etlichen Höhenmetern und Gegenwind garniert sind. Wiedereinmal erfahre ich die irrsinnigen Dimensionen dieses Landes. Bemerkenswert sind die letzten Kilometer vor Flagstaff. Es geht mal wieder schier endlos bergauf. Doch innerhalb weniger Kilometer verwandelt sich die Landschaft von einer trostlosen Wüste in einen üppigen Bergwald. Selbst als Radfahrer im Schneckentempo bergauf vollzieht sich der Wechsel rasant.

Ungewohnte Dimensionen

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