Felsbögen ohne Ende

Moab, dritter Tag. Heute geht’s in den Arches-Nationalpark, nur wenige Kilometer von Moab entfernt. Nach einer ordentlichen Bergauffahrt radelt man durch eine spektakuläre Felskulisse. Im Park gibt es mehrere Sektionen, die auf Straßen erreichbar sind und mit beeindruckenden Felsbögen locken. Insgesamt hat der Park rund 2000 Felsbögen zu bieten. Einige Bögen sind von der Straße aus oder nach kurzen Spaziergängen zu sehen. Will man andere aus der Nähe sehen, wie z.B. den berühmten "Delicate Arch", muß man schon eine längere Wanderung auf sich nehmen. Auch im Park geht’s einige Berge rauf und runter. Aber die grandiose Landschaft entschädigt für alle Mühen.


Im Arches National Park


Delicate Arch

Weiter Richtung Süden

Nach drei Tagen in Moab radle ich weiter. Dabei hätte ich sicherlich noch drei Wochen in Moab bleiben können, so viele lohnenswerte Ziele für Radfahrer gibt es in der näheren und weiteren Umgebung. Moab gibt sich gern als das Weltzentrum der Mountainbiker. Auf jeden Fall hat Moab viele tolle Bike Trails zu bieten, darunter auch den wohl weltweit berühmtesten Kurs, den "Slickrock Bike Trail."

Monticello liegt auf einer erstaunlich grünen Hochebene auf rund 2300 m. Die Fahrt dahin durch die teilweise nicht so spannende Landschaft wird durch die vielen Erdmännchen am Straßenrand aufgelockert. Während sie an Autos gewöhnt sind, halten sie Radfahrer für eine Bedrohung und alarmieren ihre Sippe. Daraufhin flitzen oft 5 bis 10 Tiere mit Alarmgeschrei aus allen Winkeln in den Bau.

 

Auf der weiteren Fahrt Richtung Süden gibt’s allerhand zu sehen: Die verschlafene, aber historisch interessante 150-Seelen Gemeinde "Bluff" blufft nicht und hat nicht nur die markanten "Twin Rocks", sondern auch eine Menge Charme zu bieten. Das "Valley of The Gods" läßt sich über eine Piste abseits des Highways erkunden. Faszinierende Ausblicke auf die Felsen und eine wahrhaft göttliche Ruhe machen die Fahrt zum Erlebnis. Das etwas trostlose Kaff "Mexican Hat" bietet Steaks erster Klasse vom Schwenkgrill im "cowboy-size": Ein 600 Gramm Steak mit Bohnen soviel man mag kommen einem ausgehungerten Radfahrer gerade recht. Für normale Menschen gibt’s aber auch die etwas harmlosere "cowgirl-size"-Variante.

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